Wann wächst die Teepflanze am besten? - was sind die Anbaubedingungen?

Verfasst am Sonntag, 4. November 2007

Die schöne heiße und dampfende Tasse Tee auf dem Tisch, ist ein Symbol für Wärme und Entspannung. Doch bis der Tee zu dem wird, was der Teetrinker so an ihm schätzt und er in der Tasse ist, braucht es eine ganze Zeit und viele Arbeitsschritte sowie optimale Anbaubedingungen.Den Anfang macht das Anlegen einer Teeplantage. Die Anbaubedingungen, die das Gebiet bieten muss, sind entscheidend dafür verantwortlich, dass aus einem kleinen Samenkorn eine ertragreiche Teepflanze wird. Der Anbau von Teepflanzen hat eine sehr lange Tradition und so lange, wie diese Tradition währt, versuchen findige Köpfe auch schon, die Teepflanze zu erforschen und auch die Anbaugebiete nach Europa zu verlagern.

Anbaubedingungen?
Teegarten auf Sri Lanka | © teeverband.de

Der Wunsch, eine eigene Teeplantage zu haben, wurde in vielen Erdteilen verfolgt. Die diversen Versuche hatten sogar teilweise Erfolg. Aber eben nur teilweise. Den Franzosen gelang der Anbau einer Teepflanze verhältnismäßig gut. Allerdings entwickelten sich die Pflanzen nur im Gewächshaus. Die klimatischen Bedingungen in der Natur waren, zumindest in Frankreich, nicht gegeben.

Auch die Schweden versuchten die Teepflanze nach Europa zu holen und dort anzubauen. Die schwierigste Hürde galt es aber schon vor dem Pflanzen zu überwinden, nämlich das Gewächs oder den Samen überhaupt erst einmal ins Land einzuführen. In China war die Ausfuhr dieser kostbaren Teegewächse strengstens verboten. Selbst den Samen auszuführen, war nicht erlaubt. Dennoch gelang es einem schwedischen Botaniker, an den Samen der Pflanzen zu gelangen. Sein, mittlerweile dritter Versuch, gelang dann schließlich. Allerdings gedieh die Teepflanze auch in diesem Fall nur unter Glas. Sollte es tatsächlich so sein, dass die Teepflanze nicht im europäischen Klima und auf europäischem Boden gedeihen kann?

Wissenschaftler und Forscher untersuchten später eingehend die in China bestehenden "Teegärten" und die verschiedenen Anbaugebiete. Sie stellten fest, dass man Tee nicht gut in ebenen Gebieten anbauen kann. Besonders die Chinesen haben ihre Teeplantagen immer in höheren Gebieten angelegt. Der Grund, warum die Teeplantagen selten in der Ebene liegen ist der, dass die Teepflanze keine große Hitze verträgt. Teeplantagen, die doch mal in niedrigeren Gebieten angelegt sind, werden durch hohe Bäume ergänzt, die ausreichend Schatten spenden.

Während es früher nicht denkbar war, dass Tee auch in der Ebene angebaut wird, so unterscheidet man heute durchaus zwischen Tieflandtee, Mittelland- und Hochlandtee.

Eine durchschnittliche Temperatur von mindestens 18°C bedingt ebenfalls ein gutes und ertragreiches Wachstum. Zu den Anbaubedingungen gehören auch die häufige und dauerhafte Sonneneinstrahlung und ein saurer, aber nicht kalkhaltiger Boden. Allerdings lauteten die Erkenntnisse bezüglich des sauren Bodens in der Vergangenheit anders. Damals gehörte zu den idealen Anbaubedingungen nämlich durchaus ein nicht-saurer Boden. Auch die übermäßige Bewässerung war Gift für die Teepflanze.

Nur, wenn alle Komponenten stimmen, dann wird die Ernte der Teepflanzen reichhaltig und von guter Qualität sein.

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