
Thymian wird bei Asthma, Atemwegserkrankungen, grippalen Effekten, rheumatischen Beschwerden, Bronchitis, Kehlkopfkatarrh, Magen- und Verdauungsbeschwerden, Blasen- und Nierenbeschwerden und als Wurmmittel angewendet.
Wie andere wohlriechende Pflanzen auch war Thymian einmal ein Symbol des Todes. Früher glaubte man nämlich, dass sich die Seelen der Verstorbenen in die Blüten der Blumen zurückziehen. Die Thymianarten sind im Aroma recht verschieden. Die meisten von ihnen lassen sich aber als Gewürz verwenden. Zu den am häufigsten angebauten Arten gehören Thymus vulgaris, Thymus X citriodorus und ihre Sorten. Für medizinische Zwecke werden vor allem Thymus vulgaris und Thymus serpyllum verwendet. Alle Thymianarten sind reich an ätherischen Ölen, in der Hauptsache an Thymol, das ein wirkungsvolles Antiseptikum ist. Die chemische Zusammensetzung des Öls ist je nach Art und sogar von Pflanze zu Pflanze verschieden. Das kommerziell genutzte Thymianöl wird hauptsächlich aus Thymus zygis (Spanischer Thymian) gewonnen. Das Öl von Thymus serpyllum (Feldthymian) weicht vom Öl aus Thymus vulgaris durch den geringeren Gehalt an Carvacrol und größere Mengen an Linalol und Cymol ab. Es besitzt dadurch eine beruhigende Wirkung. Rotes und weißes Thymianöl unterscheiden sich nur durch die Farbe. Das rote Öl bekommt seine Färbung durch Berührung mit Metall (Oxidation); anderenfalls bleibt es klar.
Thymian ist identisch mit dem Gartenthymian. Er wurde schon zu Zeiten Karls des Großen in den damaligen Klostergärten kultiviert. Herkünfte aus wärmeren Gebieten sind gehaltvoller.
Arzneilich wirksamer Bestandteil: Thymian
Anwendungsgebiete: Bei Anzeichen (Symptome) der Bronchitis sowie Katarrhe der oberen Luftwege.
Gegenanzeichen: Keine bekannt.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Keine bekannt.
Dosierungsanleitung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet, wird mehrmals täglich eine Tasse des wie folgt bereiteten Teeaufgusses getrunken: Ein Aufgußbeutel wird mit siedendem Wasser (ca. 150ml) übergossen, etwa 10 bis 15 Minuten ziehengelassen und dabei mit einem Teelöffel mehrmals leicht ausgedrückt.
Dauer der Anwendung: Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.
Nebenwirkungen: Keine bekannt.
Hinweis: Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.