Teeanbaugebiet Indonesien

Verfasst am Samstag, 22. September 2007

Die Hauptanbaugebiete Indonesiens sind Java und Sumatra, wobei letzteres erst im 20. Jahrhundert zum Tragen kam. Der Anbau in Java begann bereits 1826. Nach einem schleppenden Anlauf entwickelte sich Tee aus Indonesien zunächst als Verkaufsschlager in europäischen Ländern. Allerdings hat der Zweite Weltkrieg diese Bemühungen zu Nichte gemacht. Viele Handelsverbindungen wurden abgebrochen und der Anbau wurde nahezu gestoppt.
Erst im Jahr 1984 wurde durch das Teaboard of Indonesia ein neuer Anlauf gestartet, der erfolgreich zu einer Ernte von rund 135.000 Tonnen führte. Heute machen der Teeanbau und der daraus resultierende Export immerhin 12 % der Weltproduktion aus.
Die größten Exportpartner sind England, die USA, Polen und der gesamte Ostblock.

Die Sortenvielfalt ist dem Holländer Kerkhoven zu verdanken. Dieser experimentierte bereits in den Jahren ab 1878 mit verschiedenen Hybriden aus China. Mit Assamhybriden gelangen ihm die besten Erfolge. Diese Sorte hat sich den feuchtwarmen klimatischen Bedingungen Indonesien ohne Probleme angepasst.

Der qualitativ beste Tee wird in Bandung geerntet. Die Höhenlage von 600 – 1.400 Metern lässt die Teepflanzen das ganze Jahr reifen, bis sie im August und September gepflückt werden.
Die Ernte ist jedoch nicht nur auf die beiden Monate begrenzt. Vielmehr wird ganzjährig geerntet, allerdings zeichnen sich diese Monate durch eine hohe Qualität aus.

Tees aus Indonesien verzücken durch ihre Vielfalt und ihre verschiedenen Charaktere. Grüner Tee, Schwarzer Tee und Oolong Tee bilden aufgrund der verschiedenartigen Höhenlagen und den damit schwankenden klimatischen Verhältnissen ihr eigenes Bukett aus.
Java schafft mit Vulkanboden die optimale Bedingung für den Anbau von Ceylon Tee. Durch die ständigen Ascheauswürfe, wird das Pflanzenwachstum positiv gefördert. Ein prädestiniertes Beispiel für die hohe Qualität ist Bandung. In Java wird ganzjährig geerntet, andernfalls können die besonders üppigen Pflanzen nicht in Schach gehalten werden.

Sumatra hingegen schafft mit seinen klimatischen Bedingungen des Regenwaldes ein völlig neues Anbauambiente. Dieses Anbaugebiet entstand im eigentlichen Sinne nur aufgrund des Platzmangels in Java. Java ist sehr dicht besiedelt und trotz zahlreicher Rodungen, mussten die Anbauflächen erweitert werden.

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