Teeanbaugebiet Indien

Verfasst am Donnerstag, 6. September 2007

Indien und Tee werden weltweit in einem Atemzug genannt. Am Anfang recht unscheinbar hat sich Teeanbau in Indien erst Ende des 18. Jahrhunderts etabliert. Mittlerweile rangiert Indien auf Platz 1 der Tee anbauenden und Tee exportierenden Ländern. Die vormalige Monopolstellung anderer Länder wurde abgelöst, so dass nunmehr China, Sri Lanka, Kenia oder auch Indonesien auf die nachfolgenden Ränge weichen mussten. Die klimatischen Bedingungen machen es möglich, dass ein ganzjähriger Anbau möglich ist. Die bekanntesten Teesorten, die Indien hervorbringt sind die Darjeeling Variationen. Insgesamt lassen sich davon zwölf Stück verzeichnen, wobei sich alles Sorten in ihrem Aroma unterscheiden. Die Differenzierungen des Erntezeitpunkts, dass vielfältiges Klima sowie die Lage des Anbaugebietes machen dies möglich.

Doch wie ist der Tee nach Indien gekommen? Es ist heute noch streitbar, ob die englische Kolonialherrschaft, Schmuggel oder natürliches Vorkommen Grund dafür sind. Um diese Frage ranken bis heute sagenhafte Geschichten. Nichtsdestotrotz verfügt Indien heute über mehr als 13.000 Teeplantage, eine gesamten Anbauflächen von rund 435.000 Hektar und den wohl schmackhaftesten Teesorten weltweit. Der landwirtschaftliche Sektor Indiens und vor allem durch den die Anbau bestimmt, immerhin werden von den schätzungsweise 820.000 Tonnen Ertrag ca. 22% den Export zugeführt. Vor allem der Export nach Deutschland stellt einen wichtigen Industriefaktor für das Teeanbaugebiet dar.

Die Sortenvielfalt erfüllt jede geschmacklichen Wünsche. Die bedeutendesten Sorten sind Darjeeling, Assam, Sikkim, Dooars, Nilgiri, Terai, Orissa und Himal Pradesh.
Darjeeling hat ein äußert leichtes, fruchtiges und liebliches Bukett.
Durch die verschiedenartigen Klimabedingungen hat jede Anbauregion Indiens ihren eigenen Charakter.

Darjeeling, im indischen Hochland nahe dem Himalaja gelegen, erlangt durch sein fruchtiges liebliches Bukett weltweite Beliebtheit. Die Quantität rückt hier in den Hintergrund, der Fokus liegt einzig auf der Qualität des Tees. Das Klima ist nicht konstant, hohe Temperaturen wechseln sich mit der Kälte des Hochgebirges ab. Zwar verfügt Darjeeling über 73 Plantagen, jedoch über eine verhältnismäßig kleine Anbaufläche.

In Assam, einem Anbaugebiet von 170.000 Hektar Fläche, herrscht subtropisches Klima. Heiße Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit bringen einen sehr kräftigen und würzigen Tee hervor, der die Grundlage vieler Schwarzteemischungen bildet. Immerhin macht der Teeanbau in Assam 60% des Gesamtanbaus aus.
Auch Dooars ist im Hochland gelegen und liefert einen einzigartigen blumigen und erfrischenden Tee. Der Anbau ist hier vorwiegend auf Quantität ausgelegt, da der Tee dieser Region in erste Linie als Verschnitt für Teemischungen genutzt wird.

Der indische Grüntee Khangra wird in der Region Himal Pradesh angebaut. Auch wenn der Tee mit den Qualitäten eines Darjeeling nicht mithalten kann, wird dem Teeanbau in Himal Pradesh mit viel Liebe und Hingabe gewidmet. Nach alten Traditionen und mit fleißiger Handarbeit werden in 40 Plantagen, die von ihrer Größe und Anordnung eher kleinen Gartenanlagen ähnelt, die berühmten Grünteegrundlagen angebaut.

Nilgiri weißt eine Besonderheit auf, es ist das höchst gelegene Anbaugebiet überhaupt. Mit einem Anbaugebiet von 80.000 Hektar und einem sehr hohen Ertrag bestimmt Nilgiri die Höhe der Ernte maßgeblich. Das Klima in Nilgiri ist sehr konstant und feuchtwarm, so dass ganzjährige Ernten möglich sind. Am schmackhaftesten ist der Tee von Januar bis April und Juli bis August.

Nahe Darjeeling ist das Teeanbaugebiet Sikkim zu finden. Nur die beste Qualität wir auf der einzigen Plantage in Temi angebaut. Zum Leidwesen aller Teeliebhaber wird die geringe Erntemenge zum größten Teil nur zum Eigenverbrauch genutzt, wobei auch ein Export stattfindet.

Terai ähnelt Darjeeling in den Klima- und Anbaubedingungen, so dass sich der angebaute Tee nicht grundlegend unterscheidet. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Qualität, denn Tee aus Terai eignet sich vornehmlich für Teemischungen.

Zu guter Letzt sei Orissa zu nennen. Das bergige Gebiet überzeugt leider nicht durch hochwertige Tees, so dass diese selten bis gar nicht in den Export gelangen. Seit einiger Zeit wird jedoch verstärkt auf qualitativen Anbau gesetzt, so dass einzelne Erzeugnisse bereits für den Export zugelassen wurden.

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