Tee - mit oder ohne Koffein - ein universelles Geschenk der Natur

Verfasst am Donnerstag, 3. Dezember 2009

Teetrinken hat immer etwas mit Gastlichkeit zu tun, beinhaltet, sich und anderen etwas Gutes tun - und das weltumspannend.

In China spricht man von der "Teekunst". Die meisten Chinesen trinken ausschließlich ungesüßten Grüntee. In Japan wird ein Ritual (Japanische Teezeremonie) zelebriert, das der Philosophie des Zen entspricht. Die Tibeter (Tibetische Teekultur) lieben ihren salzigen Yak-Butter-Tee, trinken ihn mit gesüßter Milch. Früher tauschten sie sogar Pferde für ihn ein. Davon zeugt noch die Tea-Horse-Trade-Route. In Indien wird Ingwer mitgekocht, dann Milch und sehr viel Zucker zugefügt. In Nordafrika (Marokko, Tunesien, Algerien) mengt man grünem Tee Minzeblätter bei und schwängert den Raum mit Weihrauch. Die Briten haben ihre "Teekultur (siehe auch Teetrinken in England)" im 17. Jahrhundert importiert und wieder in die Welt hinausgetragen. Nur Indien und China liegen im jährlichen Konsum vor ihnen. Teetrinken gehört einfach zu ihrer Lebensart. Der "Nachmittagstee", eine komplette Zwischenmahlzeit mit Sandwiches und Gebäck, ist fester Bestandteil des Tagesablaufs. Obwohl fast ausschließlich schwarzer unaromatisierter Tee serviert wird, ist ein Brite Namensgeber des Earl Grey's. Um den Engländern ihre Unabhängigkeit zu demonstrieren, tranken die Amerikaner ihren Tee ohne Milch. An einem heißen Tag, ca.1900, tat ein Plantagenbesitzer Eiswürfel in seinen Tee. Der Eis Tee als erfrischende Variante war kreiert. Seine Beliebtheit hält bis heute an. Die Russen (siehe auch Teetrinken in Russland) setzen Teekonzentrat 'Zavarka' ein, das sie in Samowaren mit Wasser verdünnen und über lange Zeit temperiert halten. Dabei löffeln sie immer mal wieder Marmelade, statt Zucker in den Tee zu tun. Die Schotten lieben's etwas rustikal. Neben Zucker und Sahne geben sie, wie fast in alles was ihre Mägen passiert, noch Whisky hinein. Da steht ihnen Deutschlands Teetrinkerregion Ostfriesland recht nahe (siehe auch Teetrinken wie die Ostfriesen), wo gern mal ein Schlückchen Rum zur Teetied (Teezeit) in den Tee mit Kluntje (Kandis) und "'n Wulkje Rohm" (Tropfen Sahne) landet. Das fördert die Geselligkeit.

Tee ist gesund für den Körper, Balsam für die Seele. Tee galt, bevor er zum Genussmittel wurde, als Heilmittel. Durch seine Inhaltsstoffe hat Tee eine wohltuende Wirkung. Einerseits verhilft er gelassen neue Energien schöpfen, andererseits sorgt das enthaltene Koffein (Schutz der Pflanze vor Parasitenbefall und Fressfeinden) über das zentrale Nervensystem, speziell im Gehirn, für bessere und längere wache Konzentration, ist anregend und belebend ohne hektisch zu machen.

Zu den Tees mit natürlichem Koffeinanteil zählen die Klassiker: Schwarzer Tee, in Asien als Hong cha = Roter Tee bekannt. Oolong Tee, den es je nach Dauer der Verarbeitung in unterschiedlicher Farbe gibt. Daneben die weniger verbreiteten Spezialitäten: Pu Erh Tee, über mehrere Jahre gelagerter, in Asien "dark tea", Schwarztee, genannter schwarzer oder grüner Tee, erinnert farblich fast an Kaffee. Er wurde in Europa unter dem Vorzeichen "Schlankmacher" erst in neuerer Zeit populär. Gelber Tee ist der teuerste von allen und wird nicht sehr häufig angeboten. Rauchtee hat ein kräftiges, rauchiges Aroma. Die bekannteste Sorte ist Tarry Lapsang Souchong. Aromatisierter Tee, der erste aromatisierte war der Earl Grey, dem unzählige Aromavarianten folgten.

Der südamerikanische Mate Tee und der Grüner Tee, mittlerweile hierzulande sehr gern getrunken, nehmen mit ihrem sehr geringen Koffeingehalt eine Zwischenstellung ein. Weißer Tee, der "Kaiser" unter den Teesorten. Seine jungen Triebe werden ausschließlich getrocknet. Im Aufguss ist er heller, im Geschmack milder als grüner Tee.

Koffeinfreie Teesorten sind: Alle Kräutertees, Früchtetees, Yogi Tee und "Ayuverda"-Teevariationen. Bei den Letzteren sorgt nach der indischen Heillehre ein bisschen Ingwer, ein natürliches Stimulanzmittel, für einen köstlichen Kick. Der Art entspricht auch der Yoga Wellness Tee. Die "Südamerikaner": Lapacho Tee, gewonnen aus der wieder nachwachsenden Rinde des Lapacho-Baumes. Catuaba Tee, der in Südamerika als "Liebeszauber" gilt. Aus Südafrika kommen der Rooibush Tee und der Honeybush Tee, die an verwandten, ginsterartigen Sträuchern wachsen. Alle koffeinfreien Tees sind ideal für Kinder, Senioren, Kranke und Schwangere. Kinder lieben besondern den Kindertee, der nach Gummibärchen schmeckt.

Alle koffeinhaltigen Teesorten können als entkoffeinierter Tee erworben werden. Teebeutel stehen qualitativ den losen Blättern heute in nichts nach.

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