Tee im Alten Ägypten

Verfasst am Dienstag, 6. August 2013

In der Medizin im Alten Ägypten liegen die Anfänge der Medizin als Wissenschaft wie wir sie heute kennen. Zu dieser Zeit besaßen die Ägypter bereits umfassende Kenntnisse, die sie zur Heilung von Krankheiten und Schmerzen einsetzten. Die Ärzte genossen inner- sowie außerhalb ihres Landes ein hohes Ansehen und ihr umfangreiches Wissen über die Heilkräuter und deren Wirkung war damals für die Menschen von besonderer Bedeutung.
So war Tee neben Bier das wichtigste Getränk dieser Zeit. Seitdem wird er unteranderem zur Linderung von Schmerzen eingesetzt und viele Gewürze haben sich heutzutage als Heilmittel durchgesetzt.

ALOE VERA ist schon seit Urzeiten als Heilmittel bekannt, deren Ursprung auf der arabischen Halbinsel liegt. Bekannt ist vor allem die Verwendung des ALOE VERA GELs.
Schon die alten Ägypter wussten um die entzündungshemmende, wundheilende und immunstimulierende Wirkung von Aloe Vera. Sie verwendeten sie als Creme oder Aufguss. Einmal im Jahr, im März oder April, wird das Gel aus dem Gewebe der Blätter gewonnen. Man schneidet die Blätter ab und legt sie so aufeinander, dass das durchsichtige Gel in ein Gefäß ablaufen kann. Zum Eindicken des Gels wird das Gefäß über offenem Feuer oder in ein Wasserbad gestellt.

Bei äußerer Anwendung (Gel, Creme) ist Aloe Vera vor allem reizlindernd und entzündungshemmend. Somit besonders wirkungsvoll bei Insektenstichen und Sonnenbrand. Bei innerer Anwendung, als heißes Getränk, kann sie das Immunsystem stärken und den Blutbildungsprozess unterstützen. Wir können Ihnen da den Aloe Vera Wellness Kräutertee und den Aloe Vera & Ginseng Kräutertee ans Herz legen.

ANIS wurde von den Pharaonen gegen Zahnschmerzen verwendet. Mit heißem Wasser aufgegossen hilft Anis insbesondere bei Husten (schleimlösend) sowie bei Magen-Darm-Beschwerden (krampflösend) und wird daher bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Krämpfen empfohlen.
Man überbrüht 1 Teelöffel Anis mit 1 Tasse kochendem Wasser und lässt es etwa 8-10 Minuten ziehen.

BALDRIAN kennt jeder als Tinktur aus der Apotheke. In der Antike galt es als Allheilmittel, wurde aber vor allem als nervenberuhigendes Mittel verwendet.
Baldrian wird im Spätsommer bzw. im Herbst gesammelt. Verwendet wird er in flüssiger Form, indem man 2 TL Wurzel in 1 Tasse mit kochendem Wasser überbrüht und 8-10 Minuten ziehen lässt. Danach nur noch trinken. Neben der beruhigenden Wirkung ist es auch schlaffördernd sowie krampflösend.

Der BEIFUß oder auch WERMUT wurde im Reich der Pharaonen als heiliges Kraut angesehen und gerne als Opferbeigabe der Göttin Isis geweiht. Er diente außerdem zum rituellen Ausräucherung gegen böse Geister und zur energetischen Reinigung. Beifuß enthält viele Bitterstoffe und wird als Gewürz zu fetten, schweren Fleischgerichten verwendet. Aufgrund dieser vielen Stoffe ist er in flüssiger Form besonders wohltuend bei Verdauungsschwäche oder flauem Magen. Ebenso schafft er als Fuß- oder Sitzbad Linderung und wohltuende Wärme bei kalten oder angeschwollenen Füßen.

BOCKSHORNKLEE spielte sowohl im Bereich der Heilkunde als auch im Bereich religiöser Handlungen eine bedeutende Rolle. Die Ärzte lehrten, dass abgekochte Bockshornkleesamen Haarausfall und Schuppen reduzieren. Heute wird er nicht nur im Nahen Osten, sondern vor allem in China und Indien als Mittel gegen Husten und zur Reinigung der Atemwege verwendet. Die Samen, die Vitamin A und D enthalten, sind als Tee, Pulver oder als fertige Auflagen erhältlich. Durch Pfarrer Kneip wurde die Verwendung in der deutschen Heilkunde bekannt, der es bei Magenbeschwerden und Übelkeit empfahl.

Beim (SYRISCHEN) CHRISTDORN (Zizyphus spina christi) werden die Früchte und Blätter verwendet. In der ägyptischen Heilkunde wird von einer vielseitigen Verwendung berichtet. Der Aufguss der Früchte wurde bei Magenschmerzen getrunken sowie bei der Behandlung von Fieber. Man überbrüht die Blätter mit heißem Wasser, da diese bei Durchfall und Husten helfen. Beide Formen sind noch heute in den arabischen Ländern in Gebrauch.

Das aus dem Fruchtfleisch der DOUM-Palme gewonnene Pulver wird als Tinktur bei Magenproblemen verwendet. Bereits im Grab des Pharaos Tutanchamun wurden Früchte gefunden, die mit Zucker konserviert worden waren.

HALFBAR bzw. LEMONGRAS wurde, wie Archäologen glauben, bereits bei den Pharaonen zur Herstellung von Parfüm genutzt. Das getrocknete Lemongras hilft bei Verdauungsproblemen, Magenschmerzen sowie Blasenentzündungen, indem man
1 TL mit heißem Wasser auf gießt und es 5-10 Minuten ziehen lässt.

Der Hauptinhaltsstoff von HARGAL (solenostemma argel) ist Kaempferol, was entzündungshemmend und antibakteriell wirkt. Die Blätter werden aufgekocht und sollen besonders bei Bronchitis, Fieber, Erkältungen und Grippe helfen.

Die uns allen wohl bekannte KAMILLE wurde schon im Orient als Heilpflanze und für kosmetische Zwecke benutzt. Viele Mumien, darunter die des Pharaos Ramses II., wurden damit eingesalbt.

Die Kamillenblüten wirken entzündungshemmend, krampflösend gegen Blähungen und als Magenmittel. Ebenfalls wirken sie desodorierend und bakterienabschreckend.
Die innerliche Anwendung wird bei Magen- und Darmbeschwerden (Gastritis, Enteritis, Colitis), Blähungen, Beschwerden im Verdauungstrakt und bei Menstruationsbeschwerden sehr empfohlen.
Äußerliche Anwendung finden die Kamillenblüten bei Haut- und Schleimhautentzündungen, bei Hauterkrankungen sowie bei Entzündungen der Mundhöhle und des Zahnfleisches. Kamille wird oft auch bei Inhalationen verwendet.

Für Kamillentee werden die Blüten, das Kraut und die Samen verwendet.
Das Kamillenöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den frischen oder getrockneten Blütenköpfchen gewonnen und wird weitgehend wie Kamillenblüten angewendet.

Beim CARDAMOM (GRÜN) werden die Samen verwendet, welche von der Kapselhülle befreit werden müssen. Das ätherische Öl fördert die Speichel-, Magen- und Gallensaftsekretion. Mit KÜMMEL und FENCHEL kombiniert hilft es gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Menstruationsbeschwerden. In der arabischen Essenskultur wird Kardamom als Gewürz im Kaffee und in Speisen verwendet.

KORIANDER wird seit jeher als Mittel zur Heilung verwendet. Er ist vor allem für das aus den Samen gewonnene ätherische Öl bekannt, welches bereits in Flacons abgefüllt in den Grabmälern einiger Pharaonen aufgefunden wurde. Das Öl wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösen und wird dementsprechend bei Magen- und Darmproblemen empfohlen.

LINDENBLÜTEN waren bereits den Menschen in den nahöstlichen Hochkulturen bekannt und gelten deshalb als eines der ältesten Heilmittel.
Als Aufguss wirkt er hustenreizstillend und lindert Halsschmerzen. Ebenso findet er Anwendung bei fieberhaften Erkältungen, Grippe, Krämpfen, Magenbeschwerden und bei Migräne. Darüber hinaus hilft ein Lindenblütenaufguss bei Schlaflosigkeit und Unruhezuständen.

Für die Zubereitung von MALVEN- bzw. HIBISKUSTEE werden die getrockneten Blüten der Hibiskuspflanze mit Wasser überbrüht. In der Volksmedizin wird es als heißes Getränk bei Entzündungen der Atemwege empfohlen.

Das ätherische Öl der MYRTE-Blätter wirkt stark sekretionsfördernd und wird bei der Behandlungen der Atemwege, insbesondere bei Bronchitis, verwendet.
In der Küche dient es als Gewürz für Fleischgerichte, sowie bei der Herstellung von Likör.

Die NANAMINZE zeichnet sich, wie alle Pfefferminzen, durch ihr besonders duftendes Menthol-Aroma aus. Sie wirkt krampflösend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, antimikrobiell und antiviral.

Die ROSEN insbesondere die HAGEBUTTE war bereits im Pharaonenreich als Universalmittel bekannt und wurde deshalb in großen Mengen importiert. Im Altertum galt es als der "Götter Duft" und wird bis heute als Aromatherapeutikum eingesetzt. Aus der getrockneten Schale der Hagebutte kann man einen Aufguss machen, der bei Blasen- und Nierenleiden sowie bei Erkältungskrankheiten harntreibend und abführend ist. Das Mus wird bei Gicht und Rheuma verwendet, Hagebuttenmarmelade ist appetitfördernd und ist ebenso wie der Hagebuttentee reich an Vitamin C.

SCHWARZKÜMMEL wird in der Naturheilkunde gerne bei Allergien, zur Regulierung des Immunsystems oder gegen Asthma als Öl verwendet oder mit heißem Wasser aufgegossen.

SYKOMORE, auch bekannt als MAULBEER-FEIGE, wurde bereits 2700 v. Chr. gepflanzt und als Himmelsbaum beziehungsweise als Baum der Götter verehrt. Die Ärzte verwendeten den Milchsaft und die Früchte als Arznei, welche mit heißem Wasser aufgegossen, als Durchfallmittel verwendet wurde.

Die TAMARISKE ist eine Pflanze, die in Ägypten hauptsächlich am Nil zu finden ist. Sie wurde in medizinischen Texten als Heilmittel erwähnt. Der Aufguss aus den Zweigen dieser Pflanze, weist entzündungshemmende Eigenschaften auf und kann bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum zum gurgeln genutzt werden.

THYMIAN kann aufgebrüht bei Halsentzündungen und Husten getrunken werden, da er befreiend und lindernd wirkt. Das Thymiankraut wird mit Wasser übergossen und 5-10 Minuten ziehen lassen, danach wird es abgeseiht. Das Öl kann zur Inhalation bei Erkältungskrankheiten verwendet werden.

WEIHRAUCH ist ebenso wie Schwarzkümmel entzündungshemmend und wirkt nebenbei noch desinfizierend und antiseptisch. Aufgrund seiner Seltenheit und der langen Transportwege galt Weihrauch als besonderes Heilmittel, dessen Harz gegen Entzündungen aller Art verwendet wurde. Es fördert beispielsweise die Verdauung, mindert Blähungen und Durchfall. Bei Atemwegserkrankungen wirkt es entzündungshemmend und entkrampfend, ebenso bei Gelenkschmerzen.

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