Tee aus biologischem Anbau

Verfasst am Mittwoch, 14. Januar 2009

Nahrungsmittel aus biologischem Anbau liegen voll im Trend. Kein Wunder, denn nach den Lebensmittelskandalen der letzten Zeit wollen die Kunden Lebensmittel, die nicht mit Giften belastet sind. Dieser Trend zeichnet sich auch im Bereich Tee immer deutlicher ab.

Unter der Bezeichnung "Bio" dürfen nur Lebensmittel verkauft werden, die unter bestimmten Bedingungen erzeugt wurde. In der Europäischen Union sind die Richtlinien für Bio-Lebensmittel in der EU-Ökoverordnung 2092/91 festgeschrieben. Das offizielle EU-Bio-Siegel ist grün-blau und trägt in der deutschen Version die Aufschrift "biologische Landwirtschaft" oder "ökologischer Landbau". In Deutschland weitaus bekannter ist das deutsche staatliche Bio-Siegel.

Das sechseckige Siegel mit der Aufschrift "Bio" wurde im Herbst 2001 eingeführt. Für pflanzliche Bio-Lebensmittel, und somit auch für Bio-Tee, gilt, dass keine synthetischen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet werden dürfen. Außerdem muss beim Anbau auf leicht lösliche mineralische und chemische Düngemittel verzichtet werden. Genetisch veränderte Pflanzen bekommen ebenfalls kein Bio-Siegel. Ziel des kontrollierten biologischen Anbaus ist eine ganzheitliche und schonende Landwirtschaft.

Bei Lebensmitteln, die aus mehreren Zutaten zusammengestellt werden, müssen mindestens 95% aus biologischem Anbau stammen, wenn es später das Bio-Siegel tragen soll. Allerdings ist sehr stark eingegrenzt, welche nicht biologisch angebauten Zusätze das sein dürfen. Emulgatoren, Geschmacksverstärker, künstliche Farb- und Aromastoffe dürfen ebenfalls nicht verwendet werden. Das Bio-Siegel garantiert nicht, dass ein Produkt keinerlei Rückstände von Pestiziden und Insektizieden enthält.

Geschützt sind die Begriffe ökologisch, Öko, biologisch und Bio. Lebensmittel, die nur als naturnah, natürlich oder alternativ angepriesen werden, entsprechen in der Regel nicht der Bio-Verordnung. Das Bio-Siegel können alle Produkte bekommen, die mindestens den Anforderungen der EU-Richtlinie entsprechen. Vielen Verbraucherschützern geht diese Richtlinie aber nicht weit genug. Auf dem deutschen Markt tummelt sich eine Vielzahl von Siegeln, deren Richtlinien weitaus strenger sind.

Doch nicht nur Lebensmittel, die in der EU hergestellt werden, fallen unter die strengen Richtlinien. Auch Importe aus Drittländern werden streng kontrolliert.
Teegärten, die vom konventionellen Anbau zum kontrollierten biologischen Anbau wechseln, können sich erst nach einer zweijährigen Umstellungsphase zertifizieren lassen. Die Umstellung ist nicht ganz unproblematisch. Der Ertrag geht zurück und die Qualität sinkt zu Beginn. Gleichzeitig steigt der Arbeitsaufwand um etwa 30%, aber der Tee kann noch nicht als Bio-Tee verkauft werden. Ist der Teegarten zertifiziert, werden er und seine Zwischenhändler einmal jährlich kontrolliert. Die Zertifizierungsstelle kann im Zweifelsfall auch Auskunft über den Hersteller und sein Produkt geben. Zur Identifikation dient eine Ökokontrollnummer, die man in der Regel auf der Verpackung findet.

Mittlerweile haben die Bio-Tees eine hervorragende Qualität und das Angebot an verschiedenen Sorten wächst.

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