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Spitzwegerich wird bei Bronichtis, Durchfall, Husten, Entzündungen des Mund- und Rachenraumes, Keuchhusten, Wundheilung, Bindehautentzündung, Insektenstiche, Eierstockentzündungen und Magenkrämpfe angewendet. Außerdem steigert es die Abwehrkräfte.
Verschiedene Arten des Wegerich werden medizinisch genutzt, von denen teils die Blätter, teils die Samen von Bedeutung sind. Die Blätter enthalten in der Hauptsache Tannine und iridoide Glykoside, darunter insbesondere das Aukubin, welches die Harnsäureabsonderung der Nieren anregt. Samen des Wegerich enthalten bis zu 30% Schleim, der in den Eingeweiden schwillt und somit stark abführend und zugleich beruhigend auf die gereizten Membrane wirkt. Für gewisse Präparate verwendet man nur die Samenhülsen. Plantago asiatice (der chinesische Wegerich) ist Plantago major in Aussehen und Chemie sehr ähnlich. Plantago ovata hat rosa- bzw. graubraune Samen. Sie können medizinisch als Ersatz für die von Plantago psyllium (Flohkraut) dienen. Andere Arten, darunter Plantago indica und Plantago arenaria (Sandwegerich), finden medizinisch ebenfalls vielfältig Verwendung.
Spitzwegerich ist eine der häufigsten einheimsichen Pflanzen. Durch seine weißbraune Blütenähre ist er leicht von der rosafarbenen des recht ähnlichen, wertlosen Mittleren Wegerich zu unterscheiden.
Arzneilich wirksamer Bestandteil: Spitzwegerichkraut
Anwendungsgebiete: Innerliche Anwendung bei: Katarrhen der Luftwege; entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Äußerliche Anwendung bei: entzündlichen Veränderungen der Haut.
Dosierungsanleitung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet, wird bei Katarrhen der Luftwege 3- bis 4mal täglich eine Tasse des wie folgt bereiteten Teeaufgusses getrunken: Ein Aufgußbeutel wird mit siedendem Wasser (ca. 150ml) übergossen, etwa 10 bis 15 Minuten ziehengelassen und dabei mit einem Teelöffel mehrmals leicht ausgedrückt.
Zum Spülen oder Gurgeln sowie zur Behandlung von Umschlägen wird 3- bis 4mal täglich ein Kaltauszug wie folgt in der angegebenen Menge oder dem benötigtem Vielfachen hergestellt. Ein Aufgußbeutel wird mit kaltem Wasser (ca. 150ml) und unter öfterem Umrühren 1 bis 2 Stunden stehengelassen.
Dauer der Anwendung: Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche anhalten oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.
Nebenwirkungen: Keine bekannt.
Hinweis: Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.