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Salbei wird bei Blähungen, Darmentzündungen, Durchfall, grippale Effekte, Halsentzündungen, Halsschmerzen und Heiserkeit angewendet. Außerdem wirkt Salbei desinfizierend und schweißregulierend.
Salvia officinalis wird in Nordeuropa seit dem Mittelalter angebaut und kam im 17. Jahrhundert nach Nordamerika. Früher unter dem Namen Salvia salvatrix - Ehre dem Erlöser bekannt, stand die Pflanze schon seit dem Altertum im Ruf, ein langes Leben zu gewähren. Salbei-Arten enthalten viele ätherische Öle, die von Art zu Art verschieden sein können und somit eine große Vielfalt an Aromen aufweisen. Salvia officinalis enthält ein kampferartiges Öl, das zu etwas 50% aus Thujon besteht. Im Übermaß verwendet, ruft diese Substanz Halluzinationen hervor, macht süchtig und ist giftig. Salvia fruticosa besitzt weniger Thujon, wohingegen Salvia lavandulifolia gar keines aufweist. Salvia oficinalis enthält auch Rosmarinsäure. In der entsprechenden Dosierung kann sie innerhalb von 2 Stunden starkes Schwitzen stoppen. Die schleimhaltigen Samen der mexikanischen Salvia hispanica mischt man mit Wasser, Zitronensaft und Zucker. Salvia miltiorhiza ist ein bedeutendes chinesisches Arzneikraut seit mindestens 206 v. Chr. Salvia officinalis wird am häufigsten als Küchenkraut verwendet; die getrockneten Blätter - meist mit denen von Salvia fruticosa, Salvia pomifera und Salvia lavandulifolia vermischt - werden als Salbei im Handel vertrieben.
Salbei, auch Medizinalsalbei genannt, ist ein Lippenblütler aus dem Mediterranraum. Im Gegensatz zum wertlosen Wiesensalbei ist der Medizinsalbei eine leistungsfähige Arzneiplfanze.
Arzneilich wirksamer Bestandteil: Salbeiblätter
Anwendungsgebiete: Innerliche Anwendung bei: Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Völlegefühl, Blähungen; vermehrte Schweißsekretion. Äußerliche Anwendung bei: Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
Gegenanzeigen: Bei Anwendung eines Teeaufgusses keine bekannt.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Keine bekannt.
Dosierungsanleitung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet, wird 3- bis 4mal täglich eine Tasse des wie folgt bereiteten Teeaufgusses getrunken: Ein Aufgußbeutel wird mit siedendem Wasser (ca. 150ml) übergossen, etwa 10 bis 15 Minuten ziehengelassen und dabei mit einem Teelöffel mehrmals leicht ausgedrückt. Für die Anwendung im Mund-Rachen-Bereich wird mit einem wie folgt bereiteten Teeaufguß gespült oder gegurgelt: 1 bis 2 Aufgußbeutel werden mit siedendem Wasser (ca. 100ml) übergossen, etwa 10 bis 15 Minuten ziehengelassen und dabei mit einem Teelöffel mehrmals leicht ausgedrückt.
Dauer der Anwendung: Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche anhalten oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.
Nebenwirkungen: Bei Anwendung eines Teeaufgusses keine bekannt.
Hinweis: Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, teile Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.