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Geeignet für Geflügel, Wild, Lamm, Schwein und Kalb.
Rosmarin, ein Lippenblütler (Lamiaceae), ist ein buschig verzweigter bis 150 cm hoher Strauch mit holzigen Stengeln, dünnen, lanzettförmigen Blättern, die nach dem Trocknen wie Tannennadeln aussehen, und blassen lilafarbigen Blüten. Seine ätherischen Öle (Cibeol, Kampfer, Pinen), Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide geben ihm den durchdringenden typischen Geschmack. Wegen seines herbwürzig erfrischenden Aromas galt der Rosmarin zu allen Zeiten als heiliges Kraut mit geheimnisvollen Mächten.
HerkunftDer Name Rosmarin stammt aus dem Griechischen und bedeutet 'duftender Busch'. Rosmarin war den alten Mittelmeervölkern wohlbekannt; ursprünglich wurde er für Kränze und als Totenpflanze verwendet. Verschiedene geheimnisvolle Geschichten ranken sich um das 'Zauberkraut'. Wahrscheinlich waren es die Römer, die den Rosmarin über die Alpen in die hiesigen Kräutergärten brachten. Erst ab dem 15. Jahrhundert begann der Rosmarin sich weiträumig als Küchengewürz zu verbreiten, dies vorallem dort, wo er auch wild wuchs, in den Mitttelmeerländern. Heute wird Rosmarin vorwiegend aus Dalmatien, Südfrankreich und Spanien importiert.
VerwendungDie italienische und die französische Küche kommen ohne Rosmarin nicht aus. Man verfeinert damit beispielsweise Geflügelgerichte, Schweinefleisch, gefüllte Kalbsbrust, Wild, Lamm, Ratatouille, Marinaden und vieles mehr. Rosmarin sollte sehr fein dosiert werden, damit sein intensives Aroma nicht überwiegt.
HeilwirkungRosmarin wird seit Jahrhunderten auch medizinisch verwendet. Er wirkt gegen Rheuma, Herz-Kreislauf-Störungen, Kopfschmerzen und Migräne. Seine antiseptische Wirkung wird in Mitteln für die Mund- und Zahnpflege genutzt. Seine anregende Wirkung macht man sich in äusserlicher Anwendung auch in Form von Badezusätzen und Cremen zunutze.
Haben Sie gewusst?Ein starker Aufguss aus Rosmarin, dem Bad zugesetzt, regt die Herz- und Kreislauftätigkeit an.