
Geeignet für Gulasch, Schnitzel, Paprikahuhn, Fisch, Quark, Tomatensuppe, Pilzgerichte, Fleischgerichte, Bratensauce.
Paprika ist die Frucht eines Nachtschattengewächses (Solanaceae). Die einjährige Pflanze wird bis zu einem Meter hoch, hat mittel- bis dunkelgrüne Blätter und weisse oder gelbliche Blüten. Nach der Bestäubung wächst aus dem Fruchtknoten eine grosse Beerenfrucht heran, die Paprikaschote. Die Samen und die weichen inneren Scheidewände enthalten den scharfen Geschmacksstoff Capsaicin, während das Fruchtfleisch die ätherischen Öle, Zucker und das Capsicumrot enthält. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Gemüsepaprika (Peperoni) und Gewürzpaprika. Die Früchte der Gewürzpaprika sind kegelförmig, rot und glänzend. Weil sie unterschiedlich schnell reifen, werden sie fast überall von Hand gepflückt, anschliessend an der Sonne oder in Öfen getrocknet und gemahlen.
HerkunftDer Paprika stammt wie alle Capsicumarten aus den tropischen Urwaldgebieten Mittelamerikas und wurde längst vor der Ankunft der Europäer dort von den Indianerstämmen kultiviert. Kolumbus war es, der von den Karibikinseln nebst der Kartoffel auch den ersten Paprika nach Europa brachte. Paprikaähnliche Pflanzen wachsen auch in Afrika und Asien. Seit dem 16. Jahrhundert wird er in Ungarn angebaut und gilt dort als Nationalgewürz. Farbe, Geruch, Geschmack und Schärfe des Pulvers hängen vom Herstellungsverfahren ab. Für Delikatess-Paprika werden nur die besten Früchte verwendet, wobei die Samenstände und Trennwände der Schoten entfernt werden (milde Variante). Für Edelsüss-Paprika wird ein Teil der Samen mitvermahlen. Für Rosen-Paprika, die schärfste Sorte, werden die ganzen Schoten verarbeitet.
VerwendungPaprika gehört in jedes Gulasch. Verwendung findet er auch in Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichten, Kartoffel- und Gemüsesuppen, Eier-, Gemüse- und Käsespeisen. Paprika darf nicht angebraten werden, er verbrennt und wird bitter. Er wird daher besser etwas später, nach dem Anbraten, beigegeben.
HeilwirkungPaprika wirkt appetitanregend. Dank seines hohen Vitamin-C-Gehalts gilt er grundsätzlich als gesund. Ähnlich wie Knoblauch verbessert auch Paprika die Fliessfähigkeit des Blutes und hilft, Arteriosklerose vorzubeugen.
Haben Sie gewusst?In Westeuropa nimmt Paprika mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa hundert Gramm pro Jahr nach dem Pfeffer die zweite Stelle ein. Der Gesamtgewürzverbrauch pro Kopf und Jahr liegt bei etwa siebenhundert Gramm.