
Geeignet für Gebäck, süsse und herzhafte Suppen und Sossen, Marinaden, Wurst (Hausschlachtung).
Koriander ist ein Doldenblütler (Apiaceae). Die kahlen Stengel der ein- bis zweijährigen Pflanze werden 30 - 60 cm hoch. Die Blüten sind weiss bis rötlich, die oberen Blätter schmal und gefiedert, die unteren breiter und flach. Aus den Blüten entstehen die in Grösse und Form Pfefferkörnern ähnlichen Früchte. Sie werden vollreif geerntet, denn unreif verströmen sie einen unangenehmen Duft und die ätherischen Öle sind noch nicht entwickelt. Damit die Schoten nicht aufspringen, wird die Pflanze mit den reifen Früchten in den Morgenstunden geerntet, wenn noch Tau darauf liegt. Danach wird sie getrocknet und gedroschen. Das ätherische Öl der Körner ist sehr würzkräftig und hat ein pikantes süssliches Aroma, das ein wenig an Orangenschalen erinnert.
HerkunftKoriander hat eine lange Geschichte. Schon die Ägypter bauten ihn an. Aus der Zeit um 1000 vor Christus fand man Korianderkörner als Grabbeigaben und unter Grabmahlspeisen. Auch in griechischen und römischen Schriften findet man Hinweise auf den Anbau von Koriander. Es ist anzunehmen, dass die Römer ihn später nach Gallien und Germanien brachte, wo er im Reich Karls des Grossen weiter verbreitet wurde. Die Heimat des Korianders liegt heute im östlichen Mittelmeergebiet.
VerwendungKoriandersamen werden sowohl für gesalzene wie für süsse Gerichte verwendet. Ihr Aroma passt vorzüglich zu Gewürzgebäck wie Lebkuchen, Basler Läckerli und Spekulatius. Man verwendet ihn aber auch für Kohlgerichte, Salate, Rüben-, Wild- und Wurstspeisen. Er ist ein wichtiger Bestandteil von Currypulver. In der Getränkeindustrie dient Koriander zur Aromatisierung von Likören. Neben den Samenkörnern findet insbesondere in der asiatischen, der chinesischen und indischen Küche auch das Kraut Verwendung.
HeilwirkungKorianderöl dient in der Medizin als Geruchsverbesserer von Medikamenten und in Salben zur Bekämpfung von Muskelschmerzen und Rheumaerkrankungen. Als Tee getrunken, wirkt er verdauungsfördernd und beruhigend.
Haben Sie gewusst?Bei Karnevalsumzügen streute man in früheren Jahrhunderten Korianderkonfekt und andere kandierte Gewürze unter die Zuschauer. Später wurden diese zuerst durch Gipsnachahmungen und dann durch kleine runde Papierplättchen ersetzt - aus dem Gewürzkonfekt entwickelte sich das Konfetti.
Geeignet für Gebäck, süße und herzhafte Suppen und Soßen, Marinaden, Wurst (Hausschlachtung).