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Kamille wird bei Magenschmerzen, Blähungen, Brechreiz, Durchfall, Bauchweh, Furunkel, grippale Infekten, Halsentzündungen, Husten, Koliken, Menstruationsbeschwerden, Nagelbettentzündungen und Übelkeit angewendet.
Sowie bakteriellen Hauterkrankungen einschließlich der Mundhöhle und des Zahnfleisches; - entzündlichen Erkrankungen und Reizzuständen der Luftwege (Inhalationen); - Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich (Bäder, Spülungen).
Mit Kamille bezeichnet man Pflanzen, die verschiedenen Gattungen angehören. Jedoch sind nur zwei Arten als Kräuter wichig: Chamaemelum nobile (Römische Kamille) und Matricaria recutita (Echte Kamille); beide werden für den gleichen Zweck genutzt. Kamillentee gehört zu den beliebtesten Kräutertees.
Kamillenblüten bestehen außen aus vielen weißen Zungenblüten und innen noch mehr gelben Röhrenblüten. Gute Importqualitäten, z.B. aus Argentinien und Ägypten ergänzen die heimische Ernte.
Arzneilich wirksamer Bestandteil: Kamillenblüten
Anwendungsgebiete: Innerliche Anwendung bei: - Krämpfen und entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich. Äußerliche Anwendung bei: - Haut- und Schleimhautentzündungen sowie bakteriellen Hauterkrankungen einschließlich der Mundhöhle und des Zahnfleisches; - entzündlichen Erkrankungen und Reizzuständen der Luftwege (Inhalationen): - Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich (Bäder, Spülungen).
Gegenanzeigen: Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütern wie z.B. Arnika, Kamille, Ringelblumen, Schafgarbe.
Dosierungsanleitung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet, wird bei Erkrankungen iim Magen-Darm-Bereich 3- bis 4mal täglich eine Tasse des wie folgt frisch bereiteten Teeaufgusses zwischen den Mahlzeiten getrunken: Zwei Aufgußbeutel werden mit siedendem Wasser (ca. 150ml) übergossen, zugedeckt etwa 5 bis 10 Minuten ziehengelassen und dabei mit einem Teelöffel mehrmals leicht ausgedrückt.
Zum Gurgeln, Spülen, Inhalieren und zur Bereitung von Umschlägen wird ein Aufguß in der angegebenen Menge oder dem benötigtem Vielfachen wie folgt hergestellt: 2 bis 7 Aufgußbeutel werden mit 100ml siedendem Waser übergossen, zugedeckt etwa 5 bis 10 Minuten ziehengelassen und dabei mit einem Teelöffel mehrmals leicht ausgedrückt. Hinweis: Der Aufguß darf nicht im Bereich des Auges angewendet werden.
Dauer der Anwendung: Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.
Nebenwirkungen: Keine bekannt.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, teilen Sie diese bitte ihrem Arzt oder Apother mit.