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Fenchel wird bei Magen- und Darmbeschwerden und Husten angewendet.
Der Geschmack von Fenchelöl hängt vom Verhältnis seiner beiden Hauptbestandteile ab: Fenchon, einem bitter schmeckenden Element, und Anthol, das über ein süsses Anisaroma verfügt. Sie unterscheiden sich nach Abstammung und Verbreitungsgebiet; süsser bzw. Gewürzfenchel herrscht in der Mittelmeerregion vor, und bitterer bzw. Wilder Fenchel ist gewöhnlich in Mitteleuropa und Rußland zu finden. Die Samen wurden im Mittelalter als Aromastoff und während der Fastenzeit gegen das Hungergefühl verzehrt.
Fenchel gehört mit über 3000 weiteren Vertretern zur botanischen Großfamilie der Doldenblütler, welche besonders auf der Nordhalbkugel der Erde verbreitet sind.
Arzneilich wirksamer Bestandteil (Wirkstoff): Bitterer Fenchel
Anwendungsgebiete: Verdauungsbeschwerden wie leichte, krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen. Katarrhe der oberen Luftwege.
Dosierungsanleitung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet, wird 2- bis 3mal täglich eine Tasse des wie folgt bereiteten Teeaufgusses getrunken: Ein Aufgußbeutel wird mit siedendem Wasser (ca. 150ml) übergossen, etwa 10 bis 15 Minuten ziehengelassen und dabei mit einem Teelöffel mehrmals leicht ausgedrückt. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann der Teeaufguß auch zum Verdünnen von Milch oder Breinahrung verwendet werden.
Dauer der Anwendung: Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche anhalten oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.
Nebenwirkungen: In Einzelfällen allergische Reaktionen der Haut und der Atemwege.
Hinweis: Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die hier nicht aufgeführt sind, informieren Sie bitten Ihren Arzt oder Apotheker.