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Geeignet für Salate, Suppen, Karoffel- und Eiergerichte, Quarkgerichte, Saucen und Fischgerichte.
Dill, auch als Gurkenkraut bekannt, ist ein einjähriges Doldengewächs (Apiaceae). Die aufrechten, röhrigen, nicht verzweigten, 50 cm bis 1,20 m hohen Stengel bilden im Sommer stark gefiederte Blätter und gelblich - weisse Blüten. Die Früchte - eine Spaltfrucht aus zwei Einzelfrüchten - haben einen hellgelben Flügelrand. Die in ihnen enthaltenen ätherischen Öle mit dem Hauptbestandteil Carvon erinnern entfernt an Kümmel. Der Geschmack ist warm, pikant, erfrischend und besitzt eine leichte Schärfe.
HerkunftAuf den einmaligen, würzigen Duft von Dill wurde man schon in sehr früher Zeit aufmerksam. Älteste Zeugnisse stammen aus der Zeit um 3000 vor Christus aus Vorderasien. Etwa 2000 vor Christus tauchte der Dill als Kulturpflanze in Ägypten auf. Vor allem die Benediktinermönche, die in der Arzneimittelkunde führend waren, sorgten dafür, dass Dill auch in Mitteleuropa populär wurde. Im Mittelalter erhielt Dill in den Gärten des berühmten St. Galler Klosterplans (830 nach Christus) einen festen Platz. Obwohl ein südliches, an Sonne gewohntes Gewächs, wird er heute auch in nördlicheren Ländern wie Skandinavien, Deutschland und Russland angebaut.
VerwendungDas Dillkraut veredelt mit seinem würzigen Duft Suppen, Kartoffeln, Eiergerichte, Gurkensalate, Saucen, Quarkmischungen, Mayonnaise, Graved Lachs (mit Dill, Gewürzen, Salz und Zucker mariniertes rohes Lachsfilet) und Fischgerichte. Aber auch zu Essiggurken und in Essig eingelegtem Gemüse ist Dill beliebt. Dill sollte immer nur kurz mitgekocht werden.
HeilwirkungAls Tee eingenommen, wirkt Dilll beruhigend, verdauungsfördernd und blähungshemmend. Er hilft auch bei Schluckauf, Magenkrämpfen und Koliken. Dill ist reich an Vitamin B und Mineralsalzen.
Haben Sie gewusst?Im Norden Europas war der Glaube verbreitet, dass Dill Hexen und Gewitter besänftige und daher auch in Dill eingelegtes Fleisch nicht verhext werden könne. Gegen schlechten Schlaf empfahl man, frisches Dillkraut unter den Kopf zu legen.