
Curcuma ist ein wichtiger Bestandteil von Curry, Senf und Piccalilli. Curcuma würzt und färbt südindische Gemüsegerichte und Pilaus, Currys und Chutneys, aber auch Reisgerichte, Saucen sowie Eiergerichte.
Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist ein Ingwergewächs (Zingiberaceae). Die ausdauernde Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Sie hat längliche, stumpfe Blätter und gelbe Blüten. Unter der Erde treibt sie ebenfalls gelbe Wurzelstöcke, die scharf schmeckenden ätherischen Öle enthalten Bitterstoffe, Harze und Curcumin - letzteres ist verantwortlich für die gelbe Farbe. Kurkuma ist einer der wichtigsten Bestandteile der Curry-Würzmischung und gibt ihr die gelbe Farbe.
HerkunftKurkuma ist schon früh sowohl im Alten Testament als auch in der griechisch-römischen Literatur erwähnt. Mit Sicherheit waren es aber die arabischen Völker, die im frühen Mittelalter die Verwendung dieses Gewürzes dem Abendland vererbten. Als früheste europäische Quelle berichtet Marco Polo von der Kurkuma, die er in Südostasien kennengelernt hatte. Dort verwendete man Kurkuma vorwiegend als Färbemittel; die gelbe Farbe bedeutete Reichtum.
VerwendungKurkuma ist ein wichtiger Bestandteil von Currypulver und dient dazu, den Speisen eine gelbe Farbe zu geben. Mit ihrem aromatischen, ingwerartigen Geruch und ihrem würzig-brennenden, leicht bitteren Geschmack aromatisiert Kurkuma Chutneys, Bohnen- und Linsengerichte, Reis, Geflügel, Fisch, Meesesfrüchte, Gemüse wie Blumenkohl und Kartoffeln, aber auch asiatische Gerichte.
HeilwirkungKurkuma ist ein magenstärkendes Mittel und findet auch bei Gallen- und Leberleiden Verwendung.
Haben Sie gewusst?Noch heute werden im Fernen Osten die Gewänder von Geistlichen mit Kurkuma gefärbt. Wasser kann dieser starken Farbe nichts anhaben, dafür aber Fett, weshalb dieser Naturfarbstoff für die moderne Textilindustrie nicht in Frage kommt. Kurkumaflecken lassen sich mit Alkohol entfernen.