Chinesische Teekunst

Verfasst am Samstag, 5. Juli 2008

Die chinesische Teezeremonie ist die älteste der Welt und nicht ganz zu unrecht nennen die Chinesen sie Teekunst. Selbst die berühmte japanische Teezeremonie ist ein Kind der chinesischen Teekunst.

Foto: Chinesische Teemeisterin bei den Vorbereitungen zur Teezeremonie
Chinesische Teemeisterin bei den Vorbereitungen
zur Teezeremonie | © Quinn Norton

Genau genommen gibt es drei verschiedene Schulen der Teezubereitung. Die älteste bildete sich während der Tang-Dynastie. Hierbei wird pulverisierter Grüner Tee zusammen mit dem Wasser aufgekocht. Bevor der Tee serviert wird, gibt man eine Prise Salz hinzu. Deshalb wird diese Zubereitungsart "Schule des gesalzenen Pulvertees" genannt.

Zur Zeit der Song-Dynastie wurde die Zubereitung wesentlich verbessert. Bei der "Schule der schaumigen Jade" wird das Teepulver nicht mehr zusammen mit dem Wasser gekocht, sondern in einer Matcha Schale mit wenig Wasser aufgegossen und mit einem Matcha Bambusbesen zu einer Paste verrührt. Erst dann wird das restliche, leicht abgekühlte Wasser dazu gegossen und der Tee mit dem Bambusbesen schaumig geschlagen. Die Kunst besteht darin, einen möglichst lange haltenden Schaum zu erzeugen. Durch das Rühren gelangt Sauerstoff in den Tee, was den Geschmack verbessert.

Die letzte große Verbesserung der Teekunst fand während der Ming-Dynastie statt. Die "Schule des duftenden Blattes" verwendet nicht mehr den pulverisierten Grünen Tee, sondern ganze Blätter des halbfermentierten Oolong Tees. Ein anderer gebräuchlicher Name für diese Schule ist Gong Fu Cha.

In China wird Tee oft für Gäste zubereitet und ist ein Ausdruck von Wertschätzung und des Willkommens.

Zuerst wird die Teekanne mit heißem Wasser aufgefüllt, um sie anzuwärmen. Dann werden auch die Teeschalen angewärmt und das Wasser weggegossen. Die Teekanne wird nun zu einem Drittel mit Teeblättern gefüllt und mit heißem Wasser übergossen. Der erste Aufguss wird nicht getrunken. Er dient nur dazu, die Blattporen zu öffnen und die Bitterstoffe zu lösen. Trotzdem wird der Tee in die Schälchen gefüllt, damit sich der angenehme Teegeruch verbreiten kann. Dann wird die Teekanne erneut mit heißem Wasser gefüllt und nachdem der Tee 10 - 30 Sekunden gezogen hat, wird er in die Schälchen gegossen. Damit die Intensität sich gleichmäßig verteilt, werden die Schälchen nicht in einem Guss, sondern abwechselnd in kleinen Schlucken gefüllt. Bei jedem weiteren Aufguss verlängert sich die Ziehdauer um etwa 10 Sekunden.

Bei einer echten chinesischen Teezeremonie gibt es außerdem ein paar Höflichkeitsregeln, die man beachten sollte. Zum einen wird älteren Personen zuerst eingeschenkt. Mit dem Trinken wartet man, bis alle Schalen gefüllt sind und die älteren Anwesenden angefangen haben. Da die Schälchen keinen Henkel haben, hält man sie zwischen Daumen und Zeigefinger und stützt sie mit dem Mittelfinger ab. Geräuschvolles Schlürfen ist eindeutig erwünscht! Dabei wird dem Tee Sauerstoff zugeführt und der Geschmack intensiviert.

Die Teezeremonie hat auch heute noch einen festen Platz in den meisten chinesischen Familien, die sich während des Teetrinkens über die Geschehnisse des Tages austauschen.

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