
Geeignet für Gebäck (besonders Christstollen), Kaltschalen, Süßspeisen und Wurst.
Kardamom stammt von einer Lilienart, die wild bis auf Höhen von 1500 m in den Regenwäldern Südindiens und Sri Lankas wächst. Die Pflanze hat knollige Wurzelstöcke, schlank aufragende Stengel mit lanzettartigen Blättern und grünlichblauen Blüten. Der 2 bis 5 m hohe immergrüne Busch gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Heute wird die Pflanze in Guatemala, Tansania, Vietnam und vor allem in ihrem Heimatland Indien kultiviert. Die erste kleine Ernte erfolgt drei bis fünf Jahre nach dem Pflanzen. Danach trägt der Busch fünfzehn bis zwanzig Jahre lang. Als Gewürz wird die getrocknete Kapselfrucht verwendet. Die ovalen Früchte sind 5 bis 10 mm lang. Jede Kapsel enthält zwölf bis zwanzig dunkelbraune oder schwarze, hocharomatische Samen.
HerkunftKardamom war bereits vor rund dreitausend Jahren bei den Assyrern und Chinesen ein beliebtes und begehrtes Gewürz. In den Tropen Südasiens, vor allem im südwestindischen Malabar und auf Sri Lanka heimisch, gelangte es über die Gewürzstrasse nach Europa. Die wertvollste und beliebteste Handelssorte wird in den Bergwäldern der Malabarküste gewonnen.
VerwendungDen grössten Verbrauch an Kardamom haben Schweden und Saudi-Arabien. Die Araber stecken ein paar Schoten in den Aufguss der Kaffeekanne, dies gibt dem Getränk seinen charakteristischen Geschmack und soll für seine stimulierende Wirkung verantwortlich sein. In Indien ist Kardamom eine Hauptzutat der Gewürzmischung Garam-Masalla und von Currypulver. Vor allem in Skandinavien, aber auch bei uns wird er für Gewürzbrote und Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen, für Kleingebäck und Pudding verwendet.
HeilwirkungKardamom wurde sehr früh als heilkräftig erkannt und bereits in römischer Zeit zur Verdauungsförderung verwendet. Heute noch ist Kardamom in Medikamenten enthalten, um die Bildung von Magensaft anzuregen.
Haben Sie gewusst? Für die Inder ist Kardamom ein traditioneller Kaugummiersatz.