
Anis kann man z.B. für Anisplätzchen, süße Suppen, Rote Beete und Gebäck benutzen. Auch ist Anis ein beliebtes Teegetränk.
Anis ist ein relativ kleines Doldenblütengewächs (Apiaceae), auf dessen 50 bis 60 cm hohen Stengeln Dolden mit unzähligen weissen, manchmal rosaroten Blüten sitzen. In jeder Blüte reift eine Frucht, die getrocknet als braun-gelblicher, behaarter Samen ein beliebtes Gewürz, aber auch eine begehrte Arznei ist. Die Samen enthalten ein wohlriechendes ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Anethol. Dieser Stoff sorgt für den charakteristisch scharf-süssen Anisgeschmack, der dem Gewürz auch den Beinamen 'Süsser Kümmel' gab.
HerkunftEs ist nicht genau bekannt, woher der Anis ursprünglich kommt. Er scheint im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet gewesen zu sein. Fest steht, dass die Griechen dieses Gewürz schon in der Bronzezeit kannten. Im Mittelalter war Anis so beliebt, dass er sogar nördlich der Alpen angepflanzt wurde. Da er aber ausgesprochen heisse Sommer braucht, um überhaupt reifen zu können, wird er heute nur noch in südlichen Ländern abgebaut
VerwendungBereits im Mittelalter wurde Anis zum Würzen von Fleisch, Fisch, Geflügel und Gemüse verwendet. Heute ist Anis ein typisch weihnachtliches Gewürz, das Gewürzbrot, Lebkuchen, Spekulatius und Anis-Chräbeli ihren besonderen Geschmack gibt. Geröstet entfalten die Samen einen angenehm nussartigen Geschmack.
HeilwirkungDie Ärzte der Griechen und Römer verschrieben Anissamen schon seit Urzeiten als entkrampfendes und anregendes Heilmittel. Bei Erkältungen wirkt Anis schleimlösend. Als Beigabe zu Tee und Hustenmischungen wird er auch heute noch zu diesem Zweck eingesetzt.
Haben Sie gewusst?Schon in der Antike wurde nach dem Essen Anis gekaut, um die Verdauung zu fördern und einen reinen Atem zu erhalten. Noch heute wird bei der Herstellung von Zahnpasten, Mundwassern und Seifen Anisöl verwendet. Anisöl ist auch Bestandteil von Parfüms.